Die Harte Währung der Kommunikation

Wer liest heutzutage noch Zeitung? Und warum zum Kuckuck sollte man in der Öffentlichkeitsarbeit überhaupt noch Ressourcen in klassische Medien stecken? Da kann man ja genauso gut einen Herald auf den Marktplatz der nächstbesten Stadt schicken!

Das Internet ist für die Kommunikation in vielen Belangen ideal: Es ist schnell, einfach, interaktiv und scheinbar billig. Nur in einem Bereich stinkt es fürchterlich ab.

Und das ausgerechnet beim Thema Glaubwürdigkeit – der harten Währung erfolgreicher Kommunikation. Während drei Viertel der Menschen in Österreich klassischen Medien wie Presse, Radio und Fernsehen vertrauen, sind es bei Online-Quellen oder Social Media nicht einmal die Hälfte.

Zu präsent sind die KI-generierten Fakes, die jeder mit ein paar Klicks und einem halbwegs brauchbaren Prompt erstellen kann – egal ob Texte, Bilder oder Videos. Drei Viertel der Jugendlichen haben laut Eurobarometer bereits Fake News erlebt. „Das Problem für den (…) Medienkonsumenten besteht darin, dass er einerseits zu viel weiß, um noch fraglos zu vertrauen, aber andererseits zu wenig exaktes Wissen besitzt, um unter den gegenwärtigen Kommunikationsbedingungen klar zu entscheiden, mit wem er es eigentlich zu tun hat“, hat der Medienwissenschafter Bernhard Pörksen bereits 2018 in seinem Buch „Die große Gereiztheit“ geschrieben. Mensch oder Maschine? Objektive Beobachtung, subjektive Wahrnehmung, politische Propaganda? In der Online-Welt stehen Informationen unterschiedlicher Quellen und Qualität wahllos und ebenbürtig neben- und untereinander.

In den klassischen Medien hingegen steht eine Redaktion für eine (hoffentlich) professionelle Selektion und Kontrolle der Informationen, bevor sie zu Nachrichten werden. Daher hat ein gedruckter Artikel, ein Radiointerview, ein Fernsehbeitrag ein ganz anderes Gewicht – ein Umstand, den man auch im digitalen Bereich nutzen kann: Eine Story mit dem abfotografierten Text oder ein Reel mit einem Ausschnitt des TV-Beitrags lässt sich wunderbar als Content verbraten. Und nascht dabei von der Glaubwürdigkeit der klassischen Medien.

Wie Sie Ihre Glaubwürdigkeit durch gezielte Medienarbeit steigern? Reden wir darüber! Und finden wir die Geschichte, die Sie erzählen wollen!

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